Moderne Gebäude schirmen Mobilfunksignale stark ab. Energieeffiziente Fassaden, metallbedampfte Fenster, Stahlbeton und große Gebäudetiefen dämpfen das Funksignal so stark, dass die Versorgung aus dem öffentlichen Mobilfunknetz im Innenraum häufig nicht ausreicht. Die Folgen sind Funklöcher, instabile Verbindungen und eingeschränkte mobile Kommunikation, selbst in Bereichen mit guter Outdoor-Abdeckung.
Da mobile Prozesse, Erreichbarkeit, Sicherheit und viele IoT-Anwendungen auf verlässlichen Mobilfunk angewiesen sind, wird die Versorgung im Gebäudeinneren zu einem zentralen Infrastrukturthema. Besonders in komplexen oder stark frequentierten Gebäuden reicht die natürliche Versorgung nicht aus und muss gezielt verbessert werden.
Was bedeutet Inhouse Mobilfunk?
Bei einer Inhouse Mobilfunkversorgung wird das öffentliche Mobilfunksignal kontrolliert in das Gebäude eingespeist und über ein internes Verteilnetz verteilt. Nutzer telefonieren und kommunizieren weiterhin über ihre gewohnten Netze (Telekom, Vodafone, Telefónica), erhalten jedoch eine verlässliche Versorgung – auch in Gebäudekernen, Nebenräumen oder Untergeschossen.
Ergänzende Technologien
FMB-E begleitet Inhouse-Mobilfunkprojekte vollständig, also von der Analyse über die Planung in Netzbetreiberstandard bis zur Installation und finalen Inbetriebnahme. Als Neutral Host übernehmen wir die Rolle der zentralen Schnittstelle zwischen Kunde, Planungsbeteiligten und Mobilfunknetzbetreibern.
Wir bewerten gebäudespezifische Dämpfungen, Nutzungsszenarien und Anforderungen, um planungsrelevante Einflussfaktoren frühzeitig zu erkennen. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse bilden eine belastbare Grundlage für Vorkonzept, Dimensionierung und technische Auslegung der Inhouse-Mobilfunkversorgung.
Die Funkversorgung wird digital und in Netzbetreiberstandard geplant. Mit Tools wie iBwave sowie 3D-Modellierung werden Antennenpositionen, Leitungswege, Versorgungsbereiche mit entsprechender Versorgungsprognose präzise simuliert. Frequenzvorgaben und Anforderungen aller beteiligten Mobilfunknetzbetreiber werden berücksichtigt.
Gut zu wissen: FMBE plant LTE- und 5G-fähige Strukturen und legt die passive Infrastruktur so aus, dass sie zukünftige Frequenzen und Kapazitätsanforderungen unterstützt.
Die Einspeisung der Mobilfunksignale ist genehmigungspflichtig und muss mit den Netzbetreibern abgestimmt werden. Wir unterstützen Bauherrn und TGA/Projektverantwortliche im fachlichen Austausch mit den Netzbetreibern,
Zu unseren Aufgaben gehören dabei:
Auf diese Weise stellen wir eine netzbetreiberkonforme Inhouse-Mobilfunkplanung sicher und realisieren Inhouse-Mobilfunknetze entsprechend der Vorgaben der Netzbetreiber.
FMB-E realisiert das passive Mobilfunknetz im Gebäude, bestehend aus Kabelwegen, Antennenpunkten und Verteilerstrukturen. Die Infrastruktur wird so vorbereitet, dass die aktive Technik des Netzbetreibers (z. B. BTS, 5G-Systemtechnik) später nahtlos eingebunden werden kann.
Dazu gehören:
Die gesamte Anlage wird vollständig dokumentiert – inklusive Messprotokollen aus HF- und LWL-Messungen, Planungsunterlagen und Installationsdetails. Die finale Übergabe erfolgt an Betreiber, IT-Teams oder Facility Management.
Das Mobilfunksignal wird über definierte Schnittstellen aus dem öffentlichen Netz gezielt in das Gebäude eingespeist. Abhängig von Objektgröße, Nutzung und Standort kommen unterschiedliche Einspeisearten zum Einsatz. Ziel ist eine stabile, leistungsfähige Signalquelle als Grundlage für die gesamte Inhouse-Versorgung.
Umsetzung der aktiven Technik
Je nach Gebäudegröße werden unterschiedlich dimensionierte Basisstationen in einem Technikraum benötigt. Diese werden von den Netzbetreibern geplant und realisiert. Sie steuern und koordinieren das eingespeiste Mobilfunksignal entsprechend der gewünschten Anlage und übergeben es in das aktive oder passive Verteilnetz des Gebäudes.
Verteilnetz im Gebäude
Ein internes Verteilnetz aus Koaxial- oder Glasfaserstrecken leitet das Signal zu den vorgesehenen Antennenpunkten. Die Struktur wird so geplant, dass alle relevanten Gebäudezonen zuverlässig erreicht werden. Dezentrale Antennen sorgen dafür, dass Mobilfunksignale im gesamten Innenbereich stabil verfügbar sind. Die Systeme unterstützen alle erforderlichen Mobilfunkfrequenzen wie u.a. LTE- und 5G-Frequenzen und können je nach Auslegung des Netzes erweitert werden.
Funktionsprinzip:
Mobilfunksignal → Einspeisung → passives Verteilnetz inkl. Antennen → Innenraumversorgung
Damit entsteht ein robustes, wartungsarmes Versorgungssystem, das langfristig den Anforderungen moderner Gebäude gerecht wird.
Eine fachgerecht geplante Innenraumversorgung beseitigt nicht nur Versorgungslücken, sondern schafft eine Infrastruktur, auf der moderne Arbeits- und Kommunikationsprozesse zuverlässig funktionieren.
Die wichtigsten Vorteile einer sauber implementierten Inhouse Mobilfunkversorgung sind dabei:
Eine stabile Innenraumversorgung mit Mobilfunk ist überall dort relevant, wo mobile Kommunikation oder digitale Prozesse zuverlässig funktionieren müssen. Besonders in komplexen Gebäuden oder Bereichen mit hoher Nutzungsintensität reicht die reine Außenversorgung nicht aus. Typische Einsatzbereiche sind dabei:
Komplexe Grundrisse und Glasfassaden reduzieren die natürliche Signalstärke.
Maschinenkommunikation, IoT und mobile Geräte benötigen stabile Verbindungen.
Scanner, Lagertechnik und mobile Arbeitsprozesse sind auf robuste Mobilfunkverbindungen angewiesen.
Erreichbarkeit und Kommunikationssicherheit sind hier besonders wichtig.
Hohe Frequentierung erfordert eine verlässliche Netzabdeckung.
Nein. Repeater, die das öffentliche Mobilfunksignal verstärken, sind in Deutschland genehmigungspflichtig und dürfen nicht ohne Erlaubnis betrieben werden. Unkoordinierte oder frei gekaufte Repeater können:
Die Bundesnetzagentur geht aktiv gegen nicht genehmigte Repeater vor. Für eine stabile, gesetzeskonforme Innenversorgung ist eine professionelle Inhouse-Lösung zwingend erforderlich.
Nein. Die Einspeisung des Mobilfunksignals ist immer genehmigungspflichtig und wird ausschließlich über die Mobilfunknetzbetreiber (Telekom, Vodafone, Telefónica) freigegeben. FMB-E übernimmt diese Abstimmung sowie die Klärung fachlicher Fragen als Partner.
Nein. WLAN ist für lokale Datenübertragung gedacht und ersetzt keine Mobilfunkabdeckung. Mobilfunk ist unverzichtbar für Erreichbarkeit, Sprachqualität, Notrufverfügbarkeit, mobile Prozesse und IoT-Geräte. Beide Systeme ergänzen sich, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Ja. Moderne Inhouse-Lösungen unterstützen LTE und 5G-Frequenzbereiche. FMB-E plant bei Erfordernis und in Abhängigkeit des Netzbetreibers die aktive oder passive Infrastruktur grundsätzlich so, dass spätere Frequenzupdates oder Kapazitätserweiterungen möglich sind.